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Zeitschrift für Soziologie

  1. Programm
  2. Organisation
  3. Die Herausgeberrotation
  4. Das Begutachtungsverfahren
  5. Inhaltliches Porfil
  6. Literatur zur ZfS
  7. ZfS in den Medien

1. Programm

Die Zeitschrift für Soziologie ist eine Zeitschrift für das gesamte Fach. Sie veröffentlicht Beiträge aus allen Bereichen der Soziologie. Dies bezieht sich sowohl auf die Vielfalt der Forschungsgebiete als auch auf die Pluralität von Schulen in der empirischen Forschung und der soziologischen Theoriebildung. Die Gründungsherausgeber von 1971 konzipierten die ZfS als ein repräsentatives Organ ihres Faches, das quer zu den vorhandenen theoretischen Orientierungen und empirischen Forschungsgebieten allen Soziologinnen und Soziologen offen stehen soll.
Mit der weitestmöglichen Entbindung der ZfS von einem bestimmten Personal und ihrem aufwendigen Begutachtungsverfahren stellt die ZfS keine "Herausgeberzeitschrift" dar, wie sie sonst in der deutschen Soziologie durchaus üblich sind. Die ZfS möchte in erster Linie eine Zeitschrift ihrer Autorinnen und Autoren sein.

2. Organisation

Der Sitz der ZfS ist die Fakultät für Soziologie an der Universität Bielefeld. Die Fakultät delegiert ihre Herausgeberschaft an ein überregional und pluralistisch besetztes Herausgebergremium.
Charakteristisch für die ZfS ist die Neutralisierung ihrer Entscheidungsverfahren gegen die institutionelle Ansässigkeit der Zeitschrift und auch gegen die persönlichen Präferenzen der zu einem bestimmten Zeitpunkt amtierenden Herausgeber. Dazu leistet sich die ZfS zwei Einrichtungen:

3. Die Herausgeberrotation

Zur Sicherstellung der angestrebten Offenheit und Pluralität wird die Zeitschrift von einem Gremium geleitet, dessen fünf Mitglieder für eine Amtszeit von jeweils vier Jahren verpflichtet werden. Jedes Jahr scheidet einer der fünf Herausgeber aus und wird durch einen neuen ersetzt. Dieses System sorgt für ständigen Wechsel ohne Gefährdung der Kontinuität.
Auch die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats, aus dessen Kreis neue Herausgeber rekrutiert werden, haben in der Regel eine begrenzte Amtszeit von 6 Jahren, die aber anders als eine Herausgeberschaft verlängert werden kann.

4. Das Begutachtungsverfahren

Die ZfS hat ein so aufwendiges Reviewverfahren wie keine andere sozialwissenschaftliche Zeitschrift in Deutschland. Es werden im Regelfall 7 Fachkollegen mit der Beurteilung eines Manuskripts befasst.
Ein ausdrücklich gewünschter Nebeneffekt dieses Verfahrens ist die Einrichtung eines wissenschaftlichen Diskurses unterhalb der Publikationsschwelle: Unsere Gutachterinnen und Gutachter sind nicht nur Kritiker, sondern auch aufmerksame Leser, wertvolle Hinweisgeber, und potentielle Multiplikatoren eines Beitrags.

5. Inhaltliches Profil

Die ZfS veröffentlicht Beiträge aus allen Bereichen der Soziologie und möchte das Fach sowohl im Bereich der Theoriebildung als auch in der Veröffentlichung empirischer Forschungsergebnisse in seiner ganzen Breite repräsentieren. Neben Forschungsartikeln (80.000 Zeichen) veröffentlicht die ZfS auch Forschungsnotizen (20.000 bis 30.0000 Zeichen) und soziologische Essays (keine Standardlänge).

Einreichung von Beiträgen

6. Literatur zur ZfS

Best, Heinrich/Ohly, Renate, 1994: Entwicklungstendenzen der deutschsprachigen Soziologie im Spiegel ihrer führenden Fachzeitschriften - Ergebnisse einer Korrespondenzanalyse. S. 575-592 in: Best, Heinrich et al. (Hrsg.): Informations- und Wissensverarbeitung in den Sozialwissenschaften, Opladen.

Glatzer, Wolfgang, 1993: Bunte Sträuße von einer unübersichtlichen Wiese - Der Jahrgang 1990 der Zeitschrift für Soziologie. Soziologische Revue 16: 349-355.

Hirschauer, Stefan/Winterhager, Matthias, 1995: Die Zeitschrift für Soziologie: Geschichte, Autoren, Rezeption. S. 100 - 113 in: F.X.Kaufmann/R.Korff (Hg.) Soziologie in Bielefeld. Ein Rückblick nach 25 Jahren. Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte.

Hirschauer, Stefan, 2004: Peer Review Verfahren auf dem Prüfstand. Zeitschrift für Soziologie, Heft 1/ Jg. 33: 62-83.

Schäfers, Bernhard, 1991: Der 17. Jahrgang/1988 der Zeitschrift für Soziologie. Soziologische Revue 14: 287-294.

Sahner, Heinz, 1982: Zur Selektivität von Herausgebern: Eine Input-Output-Analyse der 'Zeitschrift für Soziologie'. ZfS 11: 82-98

7. ZfS in den Medien

  • Die Moschee als feste Burg?
    Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 30.8.2009 (Printausgabe) über Diehl und Koenig in ZfS 38 (4), 2009.

  • Vom Nutzen, Nützlichkeit zu versprechen. Jeder Forscher hat zwei Labors: Eine Fallstudie
    Die FAZ vom 25.3.2009 (Printausgabe) über Baumeler in ZfS 38 (1), 2009.

  • Kann man Schichtung sehen? Hochzeiten sind Kostümfeste. Muss man erwarten, dass Hochzeitsfotos nur wenig von den Porträtierten erkennen lassen? Ein soziologisches Experiment will das Gegenteil beweisen.
    Die FAZ vom 4. April 2008 (Printausgabe) über Pape, Rössel und Solga in ZfS 37 (1)

  • Der Forschungsstil als Frauenfalle. Eine Studie über Personalisierung in der Wissenschaft
    Die FAZ über Heintz, Mertz und Schumacher in ZfS 36 (4), 2007.
    (Link)

  • Immer mehr Männer heiraten Frauen aus ärmeren Ländern
    Die Aachener Zeitung über Glowsky in ZfS 36 (4), 2007.
    (Link)

  • Wenn es nicht klappt. Kinderlos und vertraglich abgesichtert – so scheitern Ehen
    Der Tagesspiegel über Wagner und Weiß in ZfS 32 (1), 2003.
    (Link)